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Warum ein Weiterbildungsverbund?

Gemeinsam gegen den Allgemeinärztemangel in Ostbayern. Im Bild v.l.n.r. bei der Vertragsunterzeichnung des Weiterbildungsverbundes die beiden Allgemeinmediziner und Lehrbeauftragten für Allgemeinmedizin an der Universität Regensburg Dr. Michael Braun und Dr. Carl Rauscher zusammen mit den Kooperationspartnern am Krankenhaus Barmherzige Brüder Dr. Andreas Kestler (Geschäftsführer), Prof. Dr. Markus Steinbauer (Ärztlicher Direktor) und Dr. Felix Rockmann (Leiter Notfallzentrum)

In der Patientenversorgung nimmt der Allgemeinarzt eine Schlüsselrolle ein. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen für einen drohenden Mangel an Allgemeinmedizinern insbesondere in den ländlichen Regionen Ostbayerns. Denn in den kommenden Jahren treten nicht wenige Allgemeinärzte in Ostbayern in den Ruhestand, ohne dass die Nachfolge gesichert ist. Gleichzeitig ist durch die Überalterung der Gesellschaft ein erhöhter Bedarf prognostiziert. Denn gerade für ältere Menschen, die in ihrer Mobilität oftmals eingeschränkt sind, ist die wohnort- und zeitnahe Versorgung durch eine allgemeinmedizinische Praxis von größter Bedeutung. Derzeit aber entscheiden sich immer weniger Medizinstudenten für den Beruf des Allgemeinarztes.

Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, haben die Lehrbeauftragten für Allgemeinmedizin der Universität Regensburg zusammen mit dem Krankenhaus Barmherzige Brüder einen Weiterbildungsverbund gegründet. Denn nach ihrem Studium durchlaufen die angehenden Allgemeinärzte wie alle anderen medizinischen Berufsstände eine fünfjährige praktische Ausbildung. Während dieser Zeit sind Stationen in Allgemeinarztpraxen und im Krankenhaus vorgesehen. Durch eine enge Verzahnung der verantwortlichen Ausbildungsstellen werden angehende Ärzte über ihre gesamte universitäre und praktische Ausbildung unterstützend begleitet. So kümmert sich eine beim Krankenhaus angesiedelte Koordinierungsstelle um die Planung von Einsatzstellen, organisiert Weiterbildungsveranstaltungen und hilft bei anfallenden Formalitäten. Auch ein Mentoring-Programm sowie regelmäßige Treffen gehören zum Programm. Für die Zeit nach der Ausbildung ist eine Stelle in Ostbayern zugesichert. So hoffen die Verantwortlichen, junge Ärzte für die Region zu gewinnen und an die Region zu binden.

Auch in der Berufspraxis werden die Allgemeinmediziner auf ein Netzwerk zurückgreifen können: Die Kooperationspartner bieten speziell auf Allgemeinärzte zugeschnittene Veranstaltungen an, um den fachlichen und menschlichen Austausch zwischen Kollegen in der Region zu stärken.